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Glossar - Stichwörter unter A

Die Abgabenordnung ist eines wichtigsten Gesetze des deutschen Steuerrechts und regelt u. a. die geltenden Grundsätze der Besteuerung aller Steuerarten (z. B. Umsatzsteuer). Die konkreten Bestimmungen zur Steuerberechnung sind in den einzelnen Steuergesetzen geregelt, wie z. B. in dem Einkommenssteuergesetz oder dem Umsatzsteuergesetz. In der Abgabenordnung (AO) sind des weiteren auch Vorschriften zum steuerlichen Strafrecht und außergerichtliche Rechtsbehelfe enthalten. Zu den wichtigsten Angaben der Abgabenordnung gehören beispielsweise die Durchführung der Besteuerung, Erhebungsverfahren, die Vollstreckung sowie diverse Straf- und Busgeldvorschriften.

Der juristische Begriff Abnahme stammt aus dem Werkvertragsrecht und bezeichnet eine Entgegennahme des Werkes (Sache oder Leistung) durch den Auftraggeber, in Verbindung mit der vertraglich geschuldeten Leistungsanerkennung des Unternehmers durch den Besteller. Ein abgenommenes Werk bezeichnet man als erfüllstauglich, da es den erforderlichen, vertraglich festgelegten Kriterien entspricht. Nach erfolgreicher Abnahme wird u. a. die Vergütung des Werkes fällig und der Auftraggeber verliert bestimmte Mängelansprüche, die er bei der Abnahme nicht geltend gemacht hat.

Der Aufsichtsrat ist ein Überwachungsorgan bzw. Kontrollgremium einer Kapitalgesellschaft. Die Einrichtung eines Aufsichtsrates ist u. a. bei Aktiengesellschaften (AG) und bei einer GmbH gesetzlich vorgeschrieben (in der Satzung oder einem Gesellschaftsvertrag). Zu den Befugnissen und Aufgaben eines Aufsichtsrates gehören die Überwachung der Geschäftsführung, die Ernennung von Vorständen und die Bereitstellung von Vorstandsmitgliedern. Der Aufsichtsrat kann die Entscheidungen der Geschäftsführung von seiner Zustimmung abhängig machen, dies betrifft insbesondere Entscheidungen mit großer Tragweite und strategische Thematiken.

Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine Handelsgesellschaft und besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit. Die Aktionäre (Gesellschafter) sind im Allgemeinen mit Einlagen am Aktienkapital beteiligt, das in Aktien zerlegt wurden ist. Zur Gründung einer Aktiengesellschaft ist ein Grundkapital von 50.000 Euro erforderlich. Die Aktiengesellschaft haftet mit ihrem Gesellschaftsvermögen für entstandene Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Zu den Organen einer Aktiengesellschaft gehören die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Aktien sind generell an eine andere Person übertragbar. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich das die Aktien der Gesellschaft an der Börse gehandelt werden. Wenn die Gesellschaft mit Aktien an der Börse handelt, kann sie u. a. ihr Kapital erhöhen.

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einem Bruchteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft (AG) entspricht. Der Besitzer einer Aktie, auch Aktionär genannt, ist durch deren Besitz am Gewinn der Unternehmungen der Aktiengesellschaft beteiligt und ist Miteigentümer an den Vermögenswerten der Gesellschaft. Aktien haben auf lange Sicht betrachtet, meist eine höhere Rendite als andere Vermögensanlagen (wie z. B. Immobilien), unterliegen jedoch zum Teil massiven Kursschwankungen. Es gibt verschiedene Aktienarten die unterschiedliche Rechte beinhalten. Die wichtigsten Aktienarten sind Stammaktien/Vorzugsaktien, Inhaberaktien/Namensaktien sowie Nennwert- und Stückaktien.

Als Anwachsung im Gesellschaftsrecht (z. B. GbR, OHG) bezeichnet man, das der Anteil am Gesellschaftsvermögen eines ausgeschiedenen Gesellschafters an die verbliebenen Gesellschafter übergeht (anwächst). Im Erbrecht versteht man unter dem Begriff Anwachsung, den Wegfall eines Miterben und die daraus resultierende Erhöhung des Erbteils (bzw. dessen Vermächtnis) der anderen Erben.

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