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Glossar - Stichwörter unter F

Familienunternehmen bzw. Familienbetriebe sind Unternehmen die im Wesentlichen von einer Familie geführt und beeinflusst werden. Im Familienunternehmen nimmt die Familie Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens. Familienunternehmen haben oft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen, da deren Unternehmenskultur ein besonders hohes Maß an Vertrauen und Loyalität bietet. Die Nachfolgeregelung kann bei familiengeführten Unternehmen nicht unproblematisch sein, da nicht jeder potenzieller Nachfolger bereit ist, die Leitung der Unternehmensgeschicke zu übernehmen.

Das Finanzamt ist eine örtliche Landesbehörde und für die Erhebung von Steuern, von der Bevölkerung an den Staat, zuständig. Die genauen Aufgaben der Finanzämter sind im Gesetz der Finanzverwaltung (auch FVG genannt) festgelegt.

Unter Finanzierungssicherheit versteht man, die Sicherung der Liquidität und des finanziellen Bewegungsspielraums eines Unternehmens. Um dies gewährleisten zu können ist u. a. ein ausgereiftes Finanzierungsmanagement mit einer strategischen und  zielgerichteten Planung erforderlich. Zum Finanzierungsmanagement gehören alle Entscheidungen in Bezug auf die Finanzen und Investitionen, wie z. B. eine ausgereifte Investitionsplanung. Ein wichtiger Baustein der Finanzierungssicherheit eines Unternehmens sind Geschäftsverbindungen zu mehreren Banken und anderen Finanzpartnern (Kreditinstitute, etc.). Einzelne Finanzierungsmodule sind darauf ausgelegt, das diese in Bezug auf Tilgungsverlauf und Konditionen unterschiedlich ausgestaltet sind, sodass diese dem Unternehmen ein gewisses Maß an Finanzierungssicherheit bieten können.

Das Fremdkapital ist die Bezeichnung für die ausgewiesenen Schulden (Verbindlichkeiten) eines Unternehmens gegenüber eines Dritten. Fremdkapital ist Teil der Unternehmensbilanz und zugleich das Gegenstück zum Eigenkapital. Von Fremdkapital spricht man, wenn das Kapital nicht durch die Inhaber des Unternehmens bzw. vom Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt wurde, sondern durch Schuldenaufnahme finanziert wurde. Merkmale dieser Form der Kapitalüberlassung durch Dritte (z. B. Banken) sind u. a. das diese den Kapitalgeber nicht am Unternehmen beteiligen und generell nach geltendem Schuldrecht befristet und kündbar sind.

Die Bezeichnung Firma stammt aus dem Handelsgesetzbuch und ist im rechtlichen Sinne ein Kaufmann, der unter diesem Namen sein Unternehmen bzw. Geschäfte betreibt und seine Unterschrift leistet. In diesem Zusammenhang spricht man hier auch von einer Firmierung. Die Firma ist ein charakteristischer und unerlässlicher Aspekt eines Unternehmens und größerer Konzerne.

Bei einem Forderungskauf werden Forderungen durch einen Kaufvertrag oder einen Abtretungsvertrag erworben. Zur Erfüllung des Kaufvertrages ist es erforderlich, das der Verkäufer die Forderung an den Käufer abtritt. Grundsätzlich haftet der Verkäufer im Rahmen einer Forderungsabtretung für den rechtlichen Bestand der Forderung, jedoch nicht für deren Betreibbarkeit. Rechtsgrundlage für einen Forderungskauf ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB).

Bei einem Formwechsel handelt es sich um eine Änderung der Rechtsform einer Gesellschaft bzw. eines Rechtsträgers. Identität und Bestand des Rechtsträgers bleiben bei einem Formwechsel gewährleistet. Rechtlich geregelt wird der Formwechsel im Umwandlungsgesetz (UmwG). Ein Formwechsel kann z. B. von einer Kapitalgesellschaft in eine andere Kapitalgesellschaft (Bsp. von einer AG in eine GmbH) oder von einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft (Bsp. von einer OHG in eine GmbH) sein.

Franchiserecht beschäftigt sich mit Regelungen von Rechtsverhältnissen zwischen dem Franchisegeber und dem Franchisenehmer. Bei der Vertriebsform Franchising überträgt der Franchisegeber dem Franchisenehmer die Rechte zur Nutzung seines Geschäftskonzepts (für Waren, Dienstleistungen und Technologien) und erhält hierfür ein Entgelt. Das Franchiserecht setzt sich u. a. aus Regelungen des Zivilrechts, des Schuldrechts, des Bürgerlichen Rechts, des Kartellrechts, des Handels-, Patent-, Marken-und Urheberrechts zusammen.

Unter einer Fusion versteht man den rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenschluss von Unternehmen oder deren Verschmelzung, zu einem einzigen Unternehmen. Eine Fusion ist folglich eine Art der Unternehmensübernahme. Bei einer Fusion verliert generell meist eines der Unternehmen seine rechtliche Selbstständigkeit. Die Fusion durch Verschmelzung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Vermögen der Gesellschaft auf eine bereits bestehende Gesellschaft übertragen wird. Kennzeichnend für eine Fusion durch Verschmelzung ist hingegen die Bildung einer neuen Gesellschaft, auf welche dann das Vermögen von den Verschmelzenden Gesellschaften übergeht. Rechtsgrundlage einer Fusion ist im engeren Sinne das Aktiengesetz (AktG), es bezieht sich auf die Verschmelzung nach Aktienrecht.  

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