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Glossar - Stichwörter unter K

Unter Kapitalerhöhung versteht man die Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens, durch Zufuhr neuer finanzieller Mittel. Eine Kapitalerhöhung kann durch Innenfinanzierung (Selbstfinanzierung bzw. Erhöhung der Gesellschaftereinlagen) oder durch Außenfinanzierung (durch Aufnahme neuer Gesellschafter bzw. Fremdfinanzierungen durch Kredite) erfolgen. Ziele einer Kapitalerhöhung sind zum einen die Optimierung der Kreditwürdigkeit und zum anderen die Verbesserung der Liquidität und des gegenwärtigen bzw. zukünftigen Mittelbedarfs. 

Die Kapitalgesellschaft ist eine Körperschaft des privaten Rechts, die auf einem Gesellschaftsvertrag begründet ist. Sie ist eine juristische Person und besitzt eine eigene Rechtsfähigkeit. Zu den Kapitalgesellschaften gehören die Aktiengesellschaft (AG), die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Im Vordergrund einer Kapitalgesellschaft steht die kapitalmäßige Beteiligung der Gesellschafter. Eine Beteiligung ohne Kapitaleinlage ist in dieser Rechtsform nicht möglich.

Unter dem Begriff Kapitalisierung versteht man die Umrechnung des laufenden Ertrags bzw. stetiger Geldleistungen, wie z. B. einer Rente, auf den aktuellen Kapitalwert eines Unternehmens. Der Vorgang der Kapitalisierung dient der Ermittlung des Kapitalwertes (Barwert) eines gesamten Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt, auch Berechnungszeitpunkt genannt und ist ein typisches Vorgehen um den Ertrags- oder Zukunftserfolgswert berechnen zu können. 

Ein Kartell ist ein Zusammenschluss von rechtlich selbstständigen Unternehmen der gleichen Branche, die das gemeinsame Ziel haben, den Wettbewerb zu beschränken bzw. zu verhindern. Bei einem Kartell unterscheidet man nach den Kriterien Organisationsweise, Zweck und Funktion, wodurch es eine Vielzahl an Kartelltypen gibt. Einige Kartelltypen sind z. B. das Preiskartell, das Konditionenkartell und das Gebietskartell. Grundsätzlich sind Kartelle in Deutschland verboten (nach Kartellgesetz), vor allem wenn sie zu einer erheblichen Wettbewerbsbeschränkung führen. Ob in einem Einzelfall eine Ausnahme von diesem Kartellverbot gewährt werden, ist nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) zu beurteilen.

Die Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personengesellschaft speziell für Handelsunternehmen. Sie besteht aus persönlich haftenden Gesellschaftern, auch  Komplementäre genannt und Gesellschaftern mit beschränkter Haftung (Kommanditisten). Die Kommanditisten haften lediglich mit ihrer Einlage in der Gesellschaft, für deren Verbindlichkeiten. Die Kommanditgesellschaft ist eine Sonderform der OHG und ihre Rechtsgrundlage ist das Handelsgesetzbuch (HGB).

Ein Kommanditist ist ein Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG). Die Haftung eines Kommanditisten beschränkt sich auf seine Einlagen in der Gesellschaft. Er haftet somit nur mit einer bestimmten Einlage (Vermögenseinlage) für Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Ein Kommanditist wird auch als Teilhafter bezeichnet. Generell stellt der Kommanditist der Gesellschaft finanzielle Einlagen zu Verfügung, hat sonst jedoch keine weiteren Rechte und Pflichten in der Kommanditgesellschaft. Er hat lediglich ein Kontrollrecht. Die Rechte und Pflichten des Kommanditisten können jedoch im Gesellschaftsvertag mit abweichenden Regelungen erweitert werden.

Der Kommissionär ist ein selbstständiger Kaufmann, der im eigenen Namen gewerbsmäßig Waren und Wertpapiere gegen Rechnung einer anderen Person kauft bzw. verkauft (Kommissionsverkauf). Die Geschäfte eines Kommissionärs bezeichnet man als Kommissionsgeschäfte. Der Kommissionär ist somit eine Art Vertreter für den eigentlichen Händler (der Waren und Wertpapiere), sodass dieser nicht mehr selbst als Verkäufer bzw. Käufer auftreten muss. Bei Verlust und Beschädigung des Kommissionsgutes steht der Kommissionär laut Handelsgesetzbuch (HGB) in der Haftungspflicht. Der Kommissionär erhält bei erfolgreichem Geschäftsabschluss eine Provision als Vergütung.

Ein Komplementär ist ein unbeschränkt haftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, auch KG genannt. Der Komplementär haftet mit seinem gesamten Vermögen für Verbindlichkeiten der KG (ohne Einschränkung). Komplementär (Vollhafter) kann sowohl eine natürliche, als auch eine juristische Person sein.

Körperschaft ist der Oberbegriff für gewisse Gesellschaftsformen (u. a. Organisationen, Verbände), die auf der Mitgliedschaft von Personen beruht. Die Körperschaft besteht unabhängig vom Wechsel ihrer Mitglieder. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der Körperschaft des Privatrechts (Aktiengesellschaft (AG), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), rechtsfähige Vereine etc.) und der Körperschaft des öffentlichen Rechts (Bund, Länder, Gemeinden etc.). Die Körperschaft ist als juristische Person Rechtsfähig und wird durch ihre Organe (gesetzliche Vertreter) im Innen- und Außenverkehr zwischen Unternehmungen etc. vertreten.

Als Körperschaftsteuer bezeichnet man die Einkommenssteuer von juristischen Personen, wie Kapitalgesellschaften, Aktiengesellschaften und anderen Personenvereinigungen. Besteuerungsgrundlage ist das Einkommen von juristischen Personen (Kapitalgesellschaften, etc.). Die gesetzlichen Grundlagen zur Steuer sind im Körperschaftsteuergesetz (KStG) festgelegt. Die Körperschaftssteuer ist eine Art  Gemeinschaftssteuer. Die Steuerpflicht beginnt im Allgemeinen mit der Rechtsfähigkeit der juristischen Person.

Die Kostenberechnung ermittelt mit Hilfe der Planungsunterlagen die annähernd zu erwartenden Kosten für ein Projekt. Diese Form der Berechnung ist ein wichtiger Aspekt für die Entscheidung über die Entwurfsplanung. Um eine möglichst genaue Kostenberechnung erarbeiten zu können sind u. a. Vorentwürfe und Entwurfszeichnungen wichtig, aus denen ersichtlich ist, um welche Art von Bauvorhaben es sich handelt und in welcher Größenordnung sich das Projekt bewegt. Neben diesen Informationen müssen für die Kostenberechnung die erforderlichen Mengen der verschiedenen Bezugseinheiten ermittelt werden und deren Preise kalkuliert werden.

Kostenschätzung ist ein Begriff aus der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) und des weiteren ein wichtiger Indikator für den Auftraggeber. Der Auftraggeber erhält mit der Kostenschätzung einen ersten Einblick über die Höhe der zu erwartenden Kosten für ein Projekt, wodurch er besser einschätzen kann ob ein Projekt finanziell zu realisieren ist. Die Kostenschätzung basiert grundsätzlich u. a. auf den zeichnerischen Darstellungen des Architekten und weiteren Unterlagen der Entwurfsphase. Sie ist außerdem ein wichtiger Anhaltspunkt für die anrechenbaren Kosten, hierzu gehören beispielsweise die Schätzung der erforderlichen Mengen für Baumaterialien und Angaben zum Baugrundstück. Mit Hilfe dieser Angaben und den Kostenkennzahlen von ähnlichen Projekten, können die zu erwartenden Kosten für das neue Projekt genauer geschätzt werden.

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