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Glossar - Stichwörter unter U

Die Unternehmergesellschaft (UG) ist eine Unterform der traditionellen GmbH und wird auch Mini-GmbH genannt. Eine Unternehmergesellschaft unterscheidet sich von einer klassischen GmbH vor allem durch die Höhe des vorgeschriebenen Stammkapitals. Bei der Mini GmbH oder UG muss lediglich ein Stammkapital von 1,00 Euro erbracht werden. Wurde das erforderliche Stammkapital eingezahlt, kann die Unternehmergesellschaft ins Handelsregister eingetragen werden. Eine Unternehmergesellschaft (UG) ist eine eigene Rechtspersönlichkeit (juristische Person) und haftungsbeschränkt. Generell haften die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der Unternehmergesellschaft. Können Verbindlichkeiten der Unternehmergesellschaft nicht gezahlt werden, muss diese Insolvenz anmelden.

Der Rechtsbegriff der Umwandlung beschreibt eine Rechtsformänderung (GmbH, GbR, OHG, KG) eines Unternehmens. Gründe für eine Umwandlung sind u. a. Unternehmenszusammenschlüsse, Unternehmensveräußerungen, Vergrößerung der Gesellschafterzahl oder Verbreiterung der Kapitalbasis. Die Umwandlung ist in Deutschland im Umwandlungsgesetz (UmwG) geregelt. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von Umwandlungen. Dies sind die Verschmelzende Umwandlung, Spaltung (Ausgliederung), Vermögensübertragung und die Formwechselnde Umwandlung. Die steuerlichen Folgen einer Umwandlung werden über das Umwandlungssteuergesetz geregelt.

Das UN-Kaufrecht ist geregelt im Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf, kurz CISG genannt. Genereller Anwendungsfall des UN-Kaufrechts ist der internationale Warenkauf zwischen gewerblichen Unternehmern, die verschiedenen Staaten der Vereinten Nationen angehören. Maßgebliche Voraussetzung des UN-Kaufrechtes ist, das sowohl Käufer als auch Verkäufer ihren üblichen Aufenthaltsort und ihre Niederlassung innerhalb einer der UN-Vertragsstaaten haben.

Der Unternehmenskauf ist ein rechtlicher Vorgang, bei dem ein Unternehmen von einem Eigentümer zu einem anderen Eigentümer übertragen wird. In einem Unternehmenskaufvertrag werden die Rechte und Pflichten des Käufers und Verkäufers definiert, wie z. B. Kaufpreis und Übergabezeitpunkt. Die Unternehmensform ist hierbei bestimmend welche Anforderungen für die Form- und Wirksamkeit des Unternehmenskaufs zu beachten sind. Für den rechtmäßigen Erwerb von Geschäftsanteilen an einer GmbH ist beispielsweise eine notarielle Beurkundung erforderlich. 

Die Unternehmensnachfolge beschäftigt sich mit der Überleitung der Unternehmergeschicke vom derzeitigen, zum zukünftigen Unternehmer. Planungen zur Unternehmensnachfolge sind z. B. für einen Generationenwechsel in einer Firma erforderlich.  Hierfür werden Analysen und Pläne für die Betriebsübergabe erstellt, sodass eine Reibungslose Übergabe des Unternehmens gewährleistet werden kann und der Ablauf (bei Dienstleistungen oder Produkten) nicht gestört wird. Zur Regelung einer Unternehmensnachfolge sollten  u. a. der Zeitpunkt der Übergabe, die vertragliche Gestaltung, die Zahlungsmodalitäten, Alternativen zur familieninternen Nachfolge und die Rechtsform des Unternehmens.

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, kurz UWG, ist die Rechtsgrundlage gegen den unlauteren Wettbewerb in Deutschland. Unter unlauterem Wettbewerb versteht man, wenn Unternehmen mit ihrem Verhalten im wirtschaftlichen Wettbewerb gegen die guten Sitten verstoßen und der Verbrauchern somit übervorteilt wird. Gegen die guten Sitten verstoßen u. a. die Werbung mit unwahren bzw. irreführende Angaben und die gezielte Behinderung der Mitbewerber. Ein Verstoß gegen den unlauteren Wettbewerb führt zu Schadensersatz- und Unterlassungsansprüchen.

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